La bola negra
Regie: Javier Ambrossi, Javier Calvo | Darsteller: Guitarricadelafuente, Miguel Bernardeau, Carlos González | Spanien, Frankreich 2026 | Drama | Originalsprache: Spanisch
Drei Männer, drei Epochen und eine Liebe, die nicht existieren durfte: Von Granada 1932 bis Madrid 2017 erzählen die spanischen Regisseure Javier Calvo und Javier Ambrossi von verbotener Leidenschaft, politischer Verfolgung und verdrängten Lebensgeschichten. Inspiriert von einem unvollendeten Text Federico García Lorcas entfalten die gefeierten "Los Javis" ein bildgewaltiges, sinnliches Kinoepos voller Dramatik, Humor und ungezügelter Emotionen. Ein Triumph des spanischen Autorenkinos!
Granada 1932: Carlos wird wegen seiner vermuteten Homosexualität aus einem Herrenclub ausgeschlossen. Fünf Jahre später soll der junge franquistische Soldat Sebastián einen verwundeten republikanischen Gefangenen verhören – und entwickelt eine gefährliche Nähe zu ihm. Im Madrid des Jahres 2017 führt eine Erbschaft den Historiker Alberto auf die Spur einer lange verschwiegenen Familiengeschichte… Nach ihren gefeierten Serien "Veneno" und "La Mesías" beweisen Javier Calvo und Javier Ambrossi eindrucksvoll, dass sie auch die große Kinoleinwand beherrschen. Auf der Grundlage eines unvollendeten Werk Federico García Lorcas' verschränken sie drei Schicksale zu einem vielschichtigen Panorama queerer Geschichte in Spanien. Besonders die Annäherung zwischen Sebastián und Rafael entwickelt eine außergewöhnliche Intensität: Zwischen militärischer Gewalt und existenzieller Bedrohung entsteht ein Begehren, für das es kaum Worte geben darf. Die Regisseure setzen dabei kompromisslos auf die Ausdruckskraft des Kinos: Gris Jordanas dynamische Kamera, Raül Refrees eindringliche Musik und eine opulente Bildsprache verdichten historische Realität zu einem leidenschaftlichen Melodram, das auch Humor und sinnliche Lebenslust zulässt. Das herausragende Ensemble um Milo Quifes, Guitarricadelafuente und Miguel Bernardeau verleiht den Figuren eine eindringliche Mischung aus Verletzlichkeit, unterdrücktem Begehren und verzweifeltem Lebenshunger. Penélope Cruz brilliert in einem spektakulären Auftritt als Nachtclubsängerin. Ein formal ambitioniertes, emotional überwältigendes Kinoereignis über die Liebe und ihre Auslöschung aus dem kollektiven Gedächtnis – und darüber, wie sich verlorene Geschichten zurückerobern lassen.
Beste Regie, Cannes 2026! | Publikumspreis in Toronto, San Sebastián, Sydney u.w.
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