Geister
Regie: Fatih Akin | Darsteller: Eren M. Güvercin, Mariam Dawoud, Lama Alhalabi | Deutschland 2026
Kaum haben sich Farasha und Faris ineinander verliebt, reißt der Tod sie auseinander. Das Jenseits wird zur letzten Hoffnung auf ihr gemeinsames Glück… Fatih Akın lässt zwei junge Menschen die Grenzen zwischen Leben und Tod überwinden und findet dafür sensationelle Bilder von schmerzhafter Schönheit. Eine wilde, zärtliche Liebesgeschichte, die mitten ins Herz trifft und ihr Publikum mit reichlich Tränen in die Wirklichkeit entlässt. Ungewöhnlich zärtlich, visuell betörend und zutiefst bewegend!
Farasha (Mariam Dawoud) und Faris (Eren M. Güvercin) sind 20, als sie sich auf einer Abifeier im Hamburger Fernsehturm begegnen. Zwischen den beiden funkt es sofort. Doch noch in derselben Nacht stirbt Farasha. Während Faris mit Trauer und Schuldgefühlen kämpft, findet die verzweifelte Farasha einen Weg, Kontakt zu ihm aufzunehmen: sie kann Faris treffen, jedoch nur in seinen Träumen und nur für 40 Nächte. So wächst ihre Liebe, bis zur letzten Nacht… Nach dem jüngst gefeierten AMRUM kehrt Fatih Akın mit GEISTER dorthin zurück, wo seine Filme seit GEGEN DIE WAND ihre größte Wucht entfalten: zu Menschen, die von ihren Gefühlen überwältigt werden. Zehn Jahre arbeitete er mit Ruth Toma an dieser Geschichte einer jungen Liebe, die kaum begonnen hat und schon über den Tod hinausreichen muss. Entstanden ist ein Liebesfilm von phänomenaler emotionaler Kraft, der sich so leidenschaftlich dem großen Gefühl verschreibt, wie man es im deutschen Kino nur selten erlebt. Zugleich erzählt Akın eindringlich von Trauer, Sehnsucht und der verzweifelten Weigerung, einen geliebten Menschen loszulassen. Eigene Verlusterfahrungen fließen in einen Film ein, der den Tod ernst nimmt und dennoch voller Leben steckt. Die großartigen Newcomer Mariam Dawoud und Eren M. Güvercin verleihen dieser Geschichte eine berührende Unmittelbarkeit. Besonders Dawoud begeistert als eigensinnige, selbstbewusste Farasha. Inspiriert von Hitchcocks VERTIGO und japanischen Animes verwandelt Akın Hamburg in einen magischen Sehnsuchtsort, an dem Wirklichkeit und Jenseits zunehmend ineinanderfließen. Die Bilder sind von rauschhafter Schönheit. Großes, leidenschaftliches Gefühlskino!
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