Rental Family
Regie: Mitsuyo Miyazaki | Darsteller: Brendan Fraser, Mari Yamamoto, Takehiro Hira | USA, Japan 2025
Tokio. Ein glückloser amerikanischer Schauspieler nimmt einen ungewöhnlichen Job bei einer “Leihfamilienagentur” an. Als er in die Welt seiner Kunden eintaucht, baut er echte Verbindungen auf, durch die er seinen Lebenssinn wiederfindet und die stille Schönheit menschlicher Beziehungen erkennt… Mitsuyo Miyazaki verwandelt dieses so befremdliche wie reale Phänomen aus Japan in eine warmherzige Komödie – mit dem aufs Neue großartig aufspielenden Brendan Fraser!
Phillip (Brendan Fraser) ist ein gescheiterter amerikanischer Schauspieler in Tokio. Nach Jahren ohne nennenswerte Rollen nimmt er einen seltsamen Job an: Er spielt den trauernden Amerikaner auf einer Beerdigung – die sich als Inszenierung entpuppt. Dahinter steckt eine Agentur, die Familienmitglieder auf Zeit vermietet. Widerwillig steigt Phillip ein: mal als Fake-Bräutigam, mal als Vater eines kleinen Mädchens, mal als Biograf eines vergessenen Schauspielstars. Doch je länger er spielt, desto realer werden die Gefühle… Miyazaki erzählt leise und klug von Einsamkeit, Identität und dem menschlichen Bedürfnis nach Nähe. Statt moralischer Keule setzt sie auf Empathie und Humor – und findet genau darin ihre Stärke. Sie inszeniert ein Drama von großer Zurückhaltung, emotional genau bis ins Kleinste, das plakative Gesellschaftskritik vermeidet. Stattdessen vertraut sie auf ein Spiel aus Blicken, Pausen und leisen Brüchen. Gerade darin liegt die Kraft des Films. Brendan Fraser, der für die Rolle sogar Japanisch lernte, ist ideal besetzt: verletzlich, staunend, mit einer Präsenz, die selbst kleinste Szenen in den Vordergrund rückt. Nach THE WHALE beweist der wiedergekehrte Schauspielstar erneut, wie viel emotionale Tiefe er jenseits großer Gesten entfalten kann. Trotz des zunächst vielleicht traurig erscheinenden oder auch streitbaren Aufhängers: RENTAL FAMILY denkt weniger über Moral als über Gefühl nach – über Einsamkeit, über das Bedürfnis, dazuzugehören und über die Frage, wie „echt“ Nähe sein muss, um uns zu stützen und zu tragen. Ein berührender Crowdpleaser, der sein Publikum nicht überrumpelt, sondern umarmt – sanft, melancholisch und überraschend tröstlich.
» Ein warmherziges und geistreiches Vergnügen, das mit bemerkenswertem Feingefühl zwischen Wehmut und Humor balanciert! « HOLLYWOOD REPORTER
» So süß und zart wie Frühlingslamm! « NEW YORK TIMES
