Das Leben der Wünsche
Regie: Erik Schmitt | Darsteller: Matthias Schweighöfer, Luise Heyer, Verena Altenberger, Benno Fürmann, Henry Hübchen | Deutschland 2025
Was wäre, wenn sich wirklich alle Wünsche erfüllten? Matthias Schweighöfer gibt den erschöpften Familienvater Felix, der auf einen geheimnisvollen Fremden trifft. Dieser gewährt ihm drei Wünsche. Felix wünscht sich, dass alles, was er je begehrte, Wirklichkeit wird. Ein vermeintlicher Jackpot, der – wir ahnen es – zur existenziellen Zerreißprobe wird… Eine unterhaltsame deutsche Kinokomödie, zauberhaft, charmant, poetisch – und treffend besetzt.
Felix (Matthias Schweighöfer) steckt sowohl in seinem Familienleben als auch beruflich in einer Sackgasse. Seine Frau Bianca (Luise Heyer) will die Trennung, seine Kinder entfernen sich von ihm, seine Haare werden schütter. Als er auch noch seinen Job verliert, sieht Felix sich am Rande des Abgrunds. Da bietet ihm ein mysteriöser Fremder (Henry Hübchen) drei Wünsche an. Felix ergreift diese letzte Hoffnung, seine Familie und seinen Job – und damit einen Sinn im Leben zurückzubekommen, und formuliert einen vermeintlich cleveren Wunsch: alle seine Wünsche sollen wahr werden. Und plötzlich bekommt er, was er immer wollte – Erfolg im Job, seine Haare wachsen endlich wieder, die Liebe kehrt in sein Leben zurück. Doch auch seine verborgenen Wünsche kommen zum Vorschein. Felix gerät immer tiefer in den Strudel seiner dunkelsten Begierden und wird mit seinen unterbewussten Wünschen konfrontiert. Bis er realisiert, dass es für ihn nur den einen wahren Wunsch gibt… Regisseur Erik Schmitt, gemeinhin bekannt durch seine Miniserie "Cleo", verknüpft Alltagsdrama und urbane Magie zu einem modernen Märchen über Sehnsucht, Selbsttäuschung und den Preis des Glücks. Die Inszenierung glänzt mit visueller Leichtigkeit, feinem Humor und einer melancholischen Note, die an den preisgekrönten Drehbuchautor Charlie Kaufman erinnert (VERGISS MEIN NICHT), nur mit Berliner Bodenhaftung. Schweighöfer punktet in einer seiner reiferen Rollen: weniger Klamauk, mehr Nachdenklichkeit. Und Henry Hübchen liefert das charismatische Gegengewicht – er versprüht spürbaren Spaß in der Rolle des schalkhaften Ramschladen-Mephisto. Die Story ist natürlich nicht wirklich neu, der Film aber lebt von seiner schönen Atmosphäre: warm, verspielt, berührend, ein cineastisches „Was wäre, wenn?“ mit Herz und Verstand. Ein Film über das, was wir wollen – und was wir wirklich brauchen.
» Ein sanfter magischer Realismus, gepaart mit kindlicher Neugier, die sich das Staunen und Wundern bewahrt hat und sie dem Zynismus und der Bitterkeit des modernen Lebens wie ein Zauberstab entgegenhält! « SPOT
