Happy End


Regie: Michael Haneke
Darsteller: Isabelle Huppert, Jean-Louis Trintignant, Mathieu Kassovitz, Fantine Harduin, Franz Rogowski, Laura Verlinden, Aurelia Petit, Toby Jones

107 Minuten | Frankreich 2017 | ab 12
3. Woche
Die neue filmische Versuchsanordnung von Michael Haneke (DAS WEISSE BAND) ist ein satirischer Alptraum des Reichtums im großbürgerlichen Europa. So klar, brilliant und unversöhnlich wie Halogenlicht, so mitreißend wie eine teuflische Soapopera, eine Dynastie der verlorenen Seelen.

 

Familie Laurent betreibt eine boomende  Baufirma – das Fundament des Erfolgs aber bröckelt: Die resolute Patriarchin und Chefin Anne (Isabelle Huppert), mit dem Anwalt Lawrence (Toby Jones) verheiratet, hat ihren Sohn Pierre (Franz Rogowski) zum Managing Director gemacht, doch der ist bei weitem nicht kompetent genug für seine Aufgabe. Auch rein privat gibt es Probleme: Annes Bruder Thomas (Mathieu Kassovitz), ein Arzt, der ebenfalls in der Villa wohnt, soll sich plötzlich um seine zwölfjährige Tochter Eve (Fantine Harduin) kümmern – die zieht zu ihm, nachdem ihre Mutter versucht hat, sich umzubringen. Eve fühlt sich in ihrer neuen Umgebung mit dem Papa und dessen neuer Frau Anaïs (Laura Verlinden) samt Kleinkind einsam und fremd. Dann unternimmt auch Georges (Jean-Louis Trintignant), der verbitterte alte Vater von Anne und Thomas, einen Selbstmordversuch…

 

Michael Haneke versammelt ein großes und illustres Figurenensemble, das wie ein Echo, wie ein Destillat aus vergangenen Werken des Meisterregisseurs daherkommt. Dass der Patriarch der Familie seine dahinsiechende Frau mit einem Kissen erstickt hat, ist ein deutlicher Hinweis auf LIEBE, die Enkelin Eve, die mit Vorliebe durch ihr Handy auf die Welt blickt und gern fragwürdige Experimente mit ihrem Hamster durchführt, lässt an BENNYS VIDEO denken, und das Verhältnis zu den aus dem Maghreb stammenden Hausangestellten der Laurents verweist eindeutig auf CACHÉ. Auch in HAPPY END berührt und befremdet uns der entlarvende Blick Hanekes auf eine zunehmende Lieblosigkeit innerhalb einer dysfunktionalen Gesellschaft, die letztlich auch persönliche Beziehungen zersetzt, Vertrauen und Nähe innerhalb der Familie zerstört. Immer wieder blendet Haneke symbolhaft Fernseher, Computerscreens, Handys, Überwachungskameras ein - Zeichen der Entfremdung, der Kommunikation aus zweiter Hand, der Entrückung vom wahren Empfinden.

 

„Ein brutaler Blick auf die Familie – mit einem großzügigen Schuss Boshaftigkeit, Klarsicht und Wahrhaftigkeit!“ FAZ

„Ironisch bis zur Selbstzerfleischung!“ BERLINER ZEITUNG

„Vielleicht sollte man HAPPY END als verkleidete, verzweifelte Komödie sehen!“ WELT



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